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Sunday, February 15, 2015

Election 2

Election day. Once again. There are some differences in German and American elections. While the American election day is always on a Tuesday in early November, elections in Germany are Sundays without further limitations. Different elections are often on different days. For example, today is election for the state legislation in Hamburg, in four months there will be state elections in Bremen, and so on. I like the US way with one day to rule them all. You get over it and don't have to deal with elections for two more years- what am I saying, for four more years.
Electioneering is a bit different, too. Unlike America, nobody  puts any political signs in their front yard. Instead, the parties put billboards with there (non)messages and they are everywhere.
For me, it was the first election at which I could take part. For long time, I didn't have the German citizenship and soon after I got it, I left the country. Please, don't start with absentee ballots.

Streets in Germany at election times

Monday, October 15, 2012

O Brother, Where Art Thou From?

This post proves my blog is still alive. It is also a proof of my existential dilemma. When people ask me where I am from, I do not know what to answer. Am I an Arab, German or Iranian? I do not know and I have the hardest time to give a brief answer. One thing is clear: I once wrote "we Americans" and the general response was: "You are not American". The funny thing is, other people don't have such a hard time to classify what I am: Indian. German people think I am Indian, Iranian people think I am Indian and today one Indian guy in the grocery store thought I am Indian.
If I was an Indian my name would be for sure Suresh like Dr. Suresh from the TV show "Heroes". I will surrender to the majority verdict and give from now on the short answer: I am from India. All I need now is an Indian accent.

Thursday, December 4, 2008

Bend it like Schaaf

Rückblende:
Es ist Nachmittag am Samstag, 10.04.2004. Ich sitze mit einem halben Dutzend Eintracht Frankfurt Fans und einen Kaiserslautern Anhänger vor dem Fernseher und wir schauen uns gemeinsam Fußball Bundesliga an. Kaiserslautern spielt in Leverkusen. Und es sieht gar nicht gut aus für Kaiserslautern. Leverkusen hat fünf Tore geschossen. Immerhin konnte Kaiserslautern ein Tor schon in der zweiten Minute schießen - ein Eigentor. Die Eintracht Fans nutzten das aus um das Leben des Kaiserslauterer zu höhle zu machen. Einer von den Frankfurtern hat die Rolle des Stadionsprechers übernommen, der dann gemeinsam mit den anderen Frankfurtern den Spielstand nach jedem Tor durchsagen.
Dann kommt das Spiel der Eintracht dran. Sie spielen gegen Werder Bremen. Zur der Zeit habe ich nicht in Bremen gelebt und war auch deshalb nicht für Werder. Die Frankfurter haben mehr Elan gezeigt als die Bremer aber sie haben es nicht geschafft das Runde in das Eckige zu kriegen. Trotzdem haben die Frankfurter vor dem Fernseher Stadion-Atmosphäre verbreitet. Dann in der 80. Minute: Der Schiedsrichter gibt nach einer Umstrittenen Aktion Elfmeter. Die Bremer verwandeln. Was machen die Frankfurter? Sie rufen "Schiri wir wissen, wo dein Auto stand". Es machte ihnen nichts aus, das der Schiri sie nicht hören kann, da sie 1. vor dem Fernseher sitzen und 2. das Spiel schon längst vorbei ist und wir uns nur die Zusammenfassung ansehen. Bremen gewinnt das Spiel. Aber trotzdem haben die Frankfurter die Niederlage von Kaiserslautern gefeiert. Dagegen half nicht mal, das der Kaiserslauterer erwähnte, das Frankfurt auf einem Abstiegsplatz ist und Kaiserslautern nicht. Am Ende der Saison hat es Frankfurt nicht geschafft aus dem Abstiegsplatz raus zu kommen. Kaiserslautern konnte sich gerade noch retten. Und Werder? Werder Bremen wurde deutscher Meister.

Gegenwart:
Es ist Samstag Nachmittag. Ich will in die Weser Stadion um mir zum ersten mal im Leben ein Profi-Fußballspiel live anzusehen. Ich will mir nach verschiedenen Public-Viewing-Events ansehen, was wirklich Stadion-Atmosphäre ist. Es ist das Spiel Werder gegen Eintracht Frankfurt. Diesmal bin ich für Werder Bremen und auch wenn ich die Leser verliere, die Eintracht Fans sind, oder besser den Leser verliere der auch Frankfurt Fan ist (du kannst auch weiterhin mein Blog lesen, Nayyir) werde ich trotzdem weiter schreiben. Ich werde im Gegenzug bestimmt einige Bremer als Ersatzleser finden (Moin Carsten). Und außerdem habe ich eine wichtige Rolle im Spiel, wovon ich berichten möchte. Ich bin, nach Angaben des Stadionsprechers, zusammen mit den 40.000 anderen Zuschauern der 12. Spieler der Werder.
Ich bin auf einem Stehplatz in der Ostkurve direkt hinter dem Tor. Das Spielfeld ist nicht weit weg. Die Bremer spielen aber in der ersten hälfte auf das andere Tor. Und das ist weit weg. Aber man kann erkennen, wenn ein Tor fällt. Man kann zum Beispiel das Netz des Tores gut erkennen. Und wenn es auf einmal anfängt zu zittern weiß man, das ist es. So ist es zum Beispiel in der 11. Minute gewesen, als Pizaro das 1:0 schießt.
Als man mich vor dem Spiel gefragt hat, wie das Spiel ausgeht, habe ich 2:0 für Bremen getippt. Aber während des Spiel habe ich gehofft, dass ich Unrecht habe, da es schon nach dem 20. Minute 2:0 Stand. Schon wieder Pizaro. Ich will wenigstens ein Tor sehen, wenn die Bremer auf unser Tor spielen. Das dritte Tor ist auf jeden Fall noch auf der anderen Seite. Foulelfmeter verwandelt von Diego in der 44. Minute.
Im Fernsehen gewinnt man den Eindruck durch die vielen Wiederholungen, dass das Spiel nach ein Tor erst nach Minuten weitergeht. Es geht aber sehr schnell weiter. Im Fernsehen hat man außerdem ein oder zwei Kommentatoren, die das ganze Spiel kommentieren. Im Stadion sind es viel mehr. Die Zuschauer um einen herum geben zu allem ihren Senf ab.
In der zweiten Halbzeit dann endlich ein Tor auf unserer Seite. Pizaro schießt zum dritten mal in der 62. Minute und wird bald darauf ausgewechselt.
20 Meter vor mir wärmt sich Mehdi Mahdavikia auf. Er ist iranischer Nationalspieler. Oder er war es mal. Ich weiß es nicht genau. Und nur fünf Meter vor mir geht Torsten Frings vorbei, der eben ausgewechselt wurde. Er ist deutscher Nationalspieler. Oder er war es mal, bevor er Yogi Bär öffentlich kritisiert hat. Ich weiß es nicht genau. Zwei Nationen, deren Staatsbürgerschaft ich habe.
In der 75. Minute folgt das 5:0 durch Hunt. Inzwischen ist es aber langweilig, da klar ist, dass Frankfurt nicht mehr gewinnen wird. Ein Spiel indem eine Mannschaft ein Tor schießt und dann die andere Ausgleicht ist viel spannender und hält einem bis zur letzten Minute im Stadion. So bin ich aber nach der 88. Minute, nach dem die Bremer fast wieder ein Tor schossen weg. Aber ich will mich nicht beschweren. Wenn beim ersten Spiel, bei dem man dabei ist die eigene Mannschaft 5 Tore schießt ist es auch was. Dafür lohnt es sich auch 2 Stunden in der Kälte bei Regen zu stehen.

Thursday, December 27, 2007

Life Proof

Jetzt ist es auch für mich Zeit einen Jahresrückblick zu schreiben. Ich hoffe, dass es diesmal nicht so lang wird, wie meine beiden letzten Posts. Ich habe schon Beschwerden über zu lange Posts gelesen. Darum fange ich auch direkt mit März an.
Im März war ich auf der DPG (Deutsche Physikalische Gesellschaft) Frühjahrstagung in Regensburg. Es war vielleicht nicht die beste Idee so eine große Tagung in eine Kleinstadt abzuhalten. Es gab mehr Teilnehmer als Hotelzimmer in Regensburg. Dementsprechend wurden die Preise angehoben. Ich habe kein Zimmer in Regensburg mehr bekommen und übernachtete in einem Dorf in der Nähe. Auf der Rückfahrt war ich alleine im Auto. Damit ich auf der langen Fahrt nicht einschlafe, habe ich anfangs Radio gehört. Als das nicht mehr ausgereicht hat, habe ich angefangen mitzusingen. Später, ich war inzwischen vier oder fünf Stunden alleine im Auto, bin ich dazu übergegangen Selbstgespräche zu führen. Eigentlich ist es nicht gut, während man müde Auto fährt sich so stark in ein Gespräch zu konzentrieren.
Im Mai habe ich versucht die deutsche Staatsangehörigkeit zu bekommen und habe es auch im ersten Anlauf bekommen. Seit dem hat sich auch vieles geändert. Plötzlich juble ich, wenn wir Deutschen etwas gewinnen. Und gewonnen haben wir in diesem Jahr viel. Ja, ich kann mich erinnern, wie wir bei uns im Büro gespannt waren und gejubelt haben nach dem ersten Treffer. Und nach dem zweiten Treffer war es klar, wir deutsche sind die Größten. Ja, wir haben alle wichtigen Nobelpreise gewonnen.
Damit es jetzt nicht zu lang wird höre ich hier auf und verweise darauf, dass auch nächstes Jahr Weiteres von mir veröffentlicht wird. Dabei begrenze ich mich nicht nur auf mein Blog.

Saturday, September 1, 2007

Citizen Pezeshki

Ich habe es geschafft. Ich bin eingebürgert. Ich hatte befürchtet, dass ich der letzte in der Familie sein werde, der eingebürgert wird, aber ich habe meine Eltern noch schlagen können. Im Mai hatte ich meinen Antrag gestellt (mehr ...). Ich hatte mit einer Entscheidung erst gegen Ende des Jahres gerechnet. Umso überraschter war ich, als ich letzten Sonntag (26.8.) einen Brief vom Stadtamt erhalten habe. Ich wollte mich noch innerhalb der selben Woche, in dem ich den Bescheid erhalten habe, umpolen. Damit ich aber noch genug Zeit habe, um mich mental auf die Einbürgerung vorzubereiten habe ich mich für Donnerstag entschieden. (Freitags hat der Stadtamt keine Sprechzeiten.)
Am Mittwoch Nachmittag ist mir eingefallen, dass es die letzte Nacht sein wird, an dem ich nur eine Staatsangehörigkeit haben werde. Ich sollte das feiern mit einem Art Bachelor Party, wo ich bei persische Musik und Essen und mit Freunden ausgelassen feier. Nur ist mir die Idee so spontan gekommen, dass ich nicht die Gelegenheit hatte für das Essen die Zutaten zu besorgen. Also fiel dass Essen ins Wasser. Außerdem musste ich unbedingt die Wohnung saubermachen. Am Ende habe ich alleine in einem Iran Trikot bei persischer Disko Musik die Wohnung sauber gemacht.
Am Donnerstag ging ich dann in die Behörde und habe mich eingebürgert. Der Beamte sagte mir, dass ein neuer Gesetzt seit zwei Tagen gültig ist. Hätte ich mich am Montag eingebürgert, hätte ich keinen Eid ablegen müssen. Das Ablegen des Eides lief dann folgendermaßen ab: Der Beamte und ich standen auf. Ich lass den Eid laut vor. Wir haben uns hingesetzt. Ich habe den Blatt mit dem Eid unterschrieben und der Beamte hat das noch durch seinen Unterschrift beglaubigt. Ihr fragt Euch sicherlich, was ich für einen Eid ablegen musste (Ich frage mich indes, ob es überhaupt ein "Ihr" gibt, oder ob ich der einzige Leser meines Blogs bin). Ich musste mich verpflichten, dass ich das Grundgesetz achten werde und nichts begehen werde, was diese bricht. So etwas ähnliches hatte ich machen müssen als ich als angestellte des öffentlichen Dienstes im Freistaat Sachsen eingestellt wurde. Damals aber als ein Gelübde. Als Bahá'í soll man sich an die Gesetze des Landes halten. Also wäre im Prinzip sich als Bahá'í zu bekennen, vollkommen ausreichend. Nach dem Eid gab es noch eine Urkunde und eine Gratulation vom Beamten. Ich habe dann auch gleich einen Perso beantragt. Und damit war ich fertig.
Später habe ich dann mit der Arbeitsgruppe mit Eis gefeiert.
Die mentale Vorbereitung ist ganz wichtig und vier Tage sind zu wenig. Dass habe ich dann am Abend festgestellt. Ich war bei der GSA-Rezeption an dem die neuen Graduate Studenten an unserer Uni von deren Vertretern, der GSA (Graduate Student Assosiation), und von den anderen Graduate Studenten an unserer Uni Begrüßt wurden. Und die einzigen Studenten, die ich kennengelernt habe sind Iraner gewesen. Natürlich war das nur "rein zufällig".
Zum Ausklang des Tages gab es dann um Mitternacht die Nationalhymne, gespielt auf Deutschland Funk. Diesmal hat es sich anders angehört als die sonstigen male, die ich in den 19 Jahren hier im Deutschland mitanhören musste. Ich hatte vorher nie Tränen in den Augen, wenn die Nationalhymne gespielt wurde. Auch diesmal war es nicht anders. Vielleicht fließen die Tränen, wenn ich Bundeskanzler werde - warten wir mal ab.
Ich werde jetzt noch meine Einbürgerung mit einem Burger feier gehen. Vielleicht mit einem Hamburger.
Zum Abschluß will ich noch sagen: Rosebud.



Thursday, May 24, 2007

The Good Nongerman

Ich habe endlich meinen Antrag auf Einbürgerung abgegeben. Nach dem ich fast 19 Jahre in Deutschland verbracht habe, habe ich mir gedacht, ist es Zeit mich zu integrieren.
Man hat mir gesagt, dass es 6 Monate dauern kann. Und wie genau Zeitangaben in einigen Behörden sein können, habe ich schon früher geschrieben. Bezahlen musste ich sofort. Und nicht zu wenig.
Die Kassenautomaten in der Behörde hören sich an wie Spielautomaten. Doch während man bei Spielautomaten die Hoffnung hat, etwas zu gewinnen und Geld zurück zu bekommen, weiß man bei den Kassenautomat, dass man das Geld nie wieder sieht.
Falls mein Antrag angenommen wird, brauche ich einen neuen Namen, passend zu meinem neuem Vaterland. Habt Ihr Vorschläge? Ach ich vergaß, niemand liest meinen Blog.