Monday, April 9, 2007
Thursday, April 5, 2007
52 1/2 Wochen
Ich habe heute nach über achtzehn Jahren Aufenthalt in Deutschland meine Niederlassungserlaubnis bekommen. Für alle, die damit nichts anfangen können: Niederlassungserlaubins ist die neue unbefristete Aufenthaltsgenehmigung. Es ist kaum zu glauben, dass für die Bearbeitung "nur" ein Jahr gebraucht wurde. Anfang April 2006 habe ich mein Antrag in der Ausländerbehörde Chemnitz abgegeben. Eine halbe Woche später musste ich zu Sicherheitsbefragung, wo sie mir eine Liste gaben, die alle bekannten terroristischen Gruppen enthielt und ich durfte angeben, welche ich angehöre. Man sagte mir, dass die Bearbeitung ca 6 Wochen dauern kann und dass sie sich bei mir melden würden. Als sie sich nach 5 Monaten immer noch nicht gemeldet hatten, entschied ich mich dort noch mal nach zu fragen. Wir hatten Anfang September und ich wollte Anfang Oktober nach Bremen ziehen. In der Behörde konnte mir die Sachbearbeiterin nicht beantworten, warum mein Antrag bisher nicht weiterbearbeitet wurde. Es hatte den Anschein, als ob niemand sich meine Akte angesehen hatte in den fünf Monaten. Sie sagte mir dann noch, dass der Sachbearbeiter für meinen Fall seinen letzten Arbeitstag hat, bevor er drei Wochen Urlaub macht. Das heißt ein weiteres Monat wird sich niemand meine Akte ansehen und dann bin ich in Bremen und die Ausländerbehörde in Chemnitz ist nicht mehr dafür zuständig. In Bremen konnte man meinen Antrag erstmal nicht bearbeiten, da meine Akte noch nicht aus Chemnitz eingetroffen war. Wie man sich denken kann, dauert es sehr lange eine Akte von einer Behörde in die nächste zu bringen. Als ich Ende Oktober nachgefragt hatte, war meine Akte noch nicht in Bremen.
Es hat noch weitere Monate gedauert, aber heute ging es recht schnell. Ich bin rein ins Büro. Der Beamte hat meine Akte durchgeblättert. Als ich mich hingesetzt habe hat er gesagt: "Sie haben eine Niederlassungserlaubnis beantragt. Haben Sie Ihren Arbeitsvertrag mit?" Ich gab ihm meinen Vertrag. Er schaut es sich an und sagt: "Gut machen wir". Leider ist mein Bild auf der Niederlassungserlaubnis ganz schlecht geworden. Total verpixelt und falsch dimensioniert, so dass mein Gesicht sehr breit abgebildet ist.
Das beste an so eine unbefristete Erlaubnis ist, dass ich nie wieder zur Ausländerbehörde muss. Fast nie wieder. In sechs Monaten läuft mein Pass aus und ich muss wieder zur Behörde, damit meine Niederlassungserlaubnis auf mein neues Pass übertragen wird.
Es hat noch weitere Monate gedauert, aber heute ging es recht schnell. Ich bin rein ins Büro. Der Beamte hat meine Akte durchgeblättert. Als ich mich hingesetzt habe hat er gesagt: "Sie haben eine Niederlassungserlaubnis beantragt. Haben Sie Ihren Arbeitsvertrag mit?" Ich gab ihm meinen Vertrag. Er schaut es sich an und sagt: "Gut machen wir". Leider ist mein Bild auf der Niederlassungserlaubnis ganz schlecht geworden. Total verpixelt und falsch dimensioniert, so dass mein Gesicht sehr breit abgebildet ist.
Das beste an so eine unbefristete Erlaubnis ist, dass ich nie wieder zur Ausländerbehörde muss. Fast nie wieder. In sechs Monaten läuft mein Pass aus und ich muss wieder zur Behörde, damit meine Niederlassungserlaubnis auf mein neues Pass übertragen wird.
Thursday, March 15, 2007
Das merkwürdige Verhalten internet-affiner Großstädter zu DSL-Zeiten
Wer hätte das gedacht? Ich erlebe, wie meine Eltern auch anfangen, im Internet zu Surfen. Und dafür hat man nur eine DSL-Flatrate gebraucht. Ich dachte immer, sie hätten keine richtige Interesse, aber das schien nicht der Grund zu sein. Vielmehr war es denen viel zu langsam mit einem Modem. Wir wissen alle ja wie ungeduldig Eltern sein können.
Meine Mutter ist jetzt auf ein Problem gestoßen, die viele Internet-User haben: Welche Seite besuch ich? und nicht zu vergessen das viel schlimmere: Da gab es eine Seite, die ich unbedingt besuchen wollte, was war es?
Mein Vater hat da anscheinend viel weniger Probleme. Er benutzt seine Connections um Adressen heraus zu finden, die er unbedingt besuchen sollte. So hat er immer etwas, was er eintippen kann. Ach ja, Google, hat er auch schon einmal benutzt.
Wie sieht es denn bei mir aus: Als ein Vertreter der Web 1.0 Generation habe ich schon meine eigenen Internet-Seiten veröffentlicht und hab mein eigenen Domain: pezeshki.de. Doch nun sind wir nicht mehr im Web 1.0 Zeit und es gilt für mich den Anschluss nicht zu verlieren. So richtig viel Zeit habe ich aber für die ganzen Communitys nicht. Ich bin nur in einem Community Netzwerk drin und benutzte es selten. In Foren schreibe ich selten was rein. Ich kommentiere auch nicht Video-, Foto- oder Audio-Blogs. Aber ich habe jetzt angefangen, interessante Blogs zu lesen. Zum Beispiel vom neuen Phileas Fogg.
So richtig drin bin ich nicht drin. Mal sehen, was Web 3.0 bringt. Ich erahne nichts gutes. Im Web 1.0 war der Autor sowohl für Inhalt als auch für die technische Realisierung verantwortlich. Die nächste Generation war ein Schritt in Richtung Unselbstständigkeit, aber auch Öffnung für größere Kreise. Man ist nicht mehr für die technische Realisierung verantwortlich, d.h. aber, dass man sich an die Vorgaben die Angeboten werden halten muss. Für kreative Inhalte ist weiterhin der Autor verantwortlich. Im Web 3.0 könnte auch das entfallen. Ich werde, aber die Hoffnung nicht verlieren, dass es sich zum besseren wendet. Ganz so schlecht ist das, was wir heute haben auch nicht.
Meine Mutter ist jetzt auf ein Problem gestoßen, die viele Internet-User haben: Welche Seite besuch ich? und nicht zu vergessen das viel schlimmere: Da gab es eine Seite, die ich unbedingt besuchen wollte, was war es?
Mein Vater hat da anscheinend viel weniger Probleme. Er benutzt seine Connections um Adressen heraus zu finden, die er unbedingt besuchen sollte. So hat er immer etwas, was er eintippen kann. Ach ja, Google, hat er auch schon einmal benutzt.
Wie sieht es denn bei mir aus: Als ein Vertreter der Web 1.0 Generation habe ich schon meine eigenen Internet-Seiten veröffentlicht und hab mein eigenen Domain: pezeshki.de. Doch nun sind wir nicht mehr im Web 1.0 Zeit und es gilt für mich den Anschluss nicht zu verlieren. So richtig viel Zeit habe ich aber für die ganzen Communitys nicht. Ich bin nur in einem Community Netzwerk drin und benutzte es selten. In Foren schreibe ich selten was rein. Ich kommentiere auch nicht Video-, Foto- oder Audio-Blogs. Aber ich habe jetzt angefangen, interessante Blogs zu lesen. Zum Beispiel vom neuen Phileas Fogg.
So richtig drin bin ich nicht drin. Mal sehen, was Web 3.0 bringt. Ich erahne nichts gutes. Im Web 1.0 war der Autor sowohl für Inhalt als auch für die technische Realisierung verantwortlich. Die nächste Generation war ein Schritt in Richtung Unselbstständigkeit, aber auch Öffnung für größere Kreise. Man ist nicht mehr für die technische Realisierung verantwortlich, d.h. aber, dass man sich an die Vorgaben die Angeboten werden halten muss. Für kreative Inhalte ist weiterhin der Autor verantwortlich. Im Web 3.0 könnte auch das entfallen. Ich werde, aber die Hoffnung nicht verlieren, dass es sich zum besseren wendet. Ganz so schlecht ist das, was wir heute haben auch nicht.
Saturday, March 10, 2007
Working title
Kleine änderung. Ab jetzt, werde ich versuchen, passend zum Namen meines Blogs, die Titel der einzelnen Post in anlehnung an Kinofilmen zu schreiben. Und noch einen Zitat aus dem Film hinzu zu fügen. Die beiden ersten habe ich schon geändert. Leider, oder viel mehr zum glück, kenne ich die beiden Filme nur vom Namen her. Daher sind die Zitate vom imdb.
Wie das nunmal so ist, fählt mir nicht für diesen Post ein. Deshalb nur ein vorläufiges "Working title" und kein Zitat.
Wie das nunmal so ist, fählt mir nicht für diesen Post ein. Deshalb nur ein vorläufiges "Working title" und kein Zitat.
Friday, February 23, 2007
Nicht noch ein Soroosh-Blog!
"Dude, you can't start a slow clap at any time and expect everyone to join in"
Nach meinem sehr erfolgreichen ersten Blog, habe ich mich entschlossen noch ein Blog zu starten und ich zweifle nicht daran, dass es diesmal wieder so ein Aufsehen geben wird. Ihr erlebt gerade die Geburt eines historischen Ereignisses: meinen zweiten Blog. Mir zittern schon die Hände. Ich kann nicht mehr weiter schreiben. Ich bin zu sehr bewegt.
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